Zielpuls-Geschäftsführer Markus Frey im Interview: Autonomes Fahren

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Von Hürden und Herausforderungen - das VDI/VDE Magazin "Technik in Bayern" (TiB) fragt nach

TiB 'Technik in Bayern" sprach mit unserem Geschäftsführer Markus Frey über seine Vision des autonomen Fahrens

 

TiB: Herr Frey, Sie und ihr Team beraten bereits seit Jahren große Automobilkonzerne und Mobilitätsdienstleister im Bereich des autonomen Fahrens und entwickeln selbst an den neuen Mobilitätslösungen mit. Was sind die größten Hürden, die noch überwunden werden müssen?

Frey: Prototypen und Testflotten haben wir ja heute schon auf unseren Straßen. Auch Vorstufen - allgemein als Assistenzsysteme unterschiedlicher Reife - finden sich bei unseren Kunden in der täglichen Verwendung.

Jetzt gilt es einerseits die Technologie schnell weiterzuentwickeln und dafür zu sorgen, dass Fahrzeuge auch in unwahrscheinlichen, neuen Situationen sicher reagieren. Je nach Risikobereitschaft einzelner Anbieter werden die jetzigen Assistenzsysteme sich iterativ und in kleinen Schritten autonomen Fahrfunktionen annähern. Von Level 3 auf 4 und 5 wird es dann nochmals einen deutlichen Schub in der Kundenwahrnehmung bringen.

Andererseits wird auch an der Demokratisierung der Technologie gearbeitet, um sie massenkompatibel, sicher und nicht zuletzt erschwinglich zu gestalten. Für ein Fahrzeug der Oberklasse über 100t€ gelingt das einfacher als für Einsteigerklassen unter 20t€.

 

TiB: Wie müssen sich die OEMs aufstellen, um fit für die Zukunft zu sein?

Autonomes Fahren wird das Fahrerlebnis des Kunden stärker verändern, als die immer noch laufenden Einführungen von E-Antrieben. Die Wertschöpfung der Fahrzeughersteller, die früher durch Blech und Motor erfolgte, ändert sich massiv hin zur Fahrzeugsoftware. Hier gibt es ganz neue Wettbewerber und Lieferanten mit deutlich stärkerer Kompetenz im Softwarebereich, als viele OEMs sie heute haben.

Das erfordert sehr anspruchsvolle Veränderungsprozesse in der Entwicklung. Nur wer jetzt entschlossen und schnell die richtigen Weichen stellt und auch sein Ökosystem mit starken Partnern erweitert, wird sich später in der Konsolidierung durchsetzen.

Design und PS waren früher die Auswahlkriterien – zukünftig stehen Fahrerlebnisse und Nachhaltigkeitsaspekte weit oben auf der Prioritätenliste der Käufer.

 

Über folgenden Link gibt es mehr Infos zum Engagement von Zielpuls bei der VDI Autonomous Driving Challenge 2020.

Das Interview wurde vom VDI/VDE Magazin "Technik in Bayern" (TiB) veröffentlicht ( zum Interview), die Ausgabe erscheint Ende Februar mit dem Themenschwerpunkt: "Automatisiertes Fahren im Wettbewerb".

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Autor: Julia Lewey Allgemein, News,