Sneak Preview: das Zielpuls Metamodell für die Automobilindustrie (ZiMA)

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Das Systems Thinking Competence Center von Zielpuls, unter der Leitung von Florian Lux, bündelt die Erfahrung von Zielpuls aus über 20.000 Projektstunden im Rahmen von MBSE (Model Based Systems Engineering) innerhalb und auch außerhalb der Automobilindustrie.

Schwierigkeiten mit MBSE als ganzheitliches Konzept

MBSE ist einer der am meisten beachteten Ansätze zur Entwicklung komplexer Produkte. Insbesondere im Automobilbereich gibt es bereits eine ganze Reihe von Projekten, die auf die Einführung ganzheitlicher MBSE-Konzepte für den gesamten Fahrzeugentwicklungsprozess abzielen. Die meisten dieser Projekte sind jedoch gescheitert oder noch nicht abgeschlossen, weil sie alle mit den gleichen großen Herausforderungen kämpfen, die dieser Bereich mit sich bringt:

1. Umfeld/Domäne definiert durch das System der Systeme und den daraus resultierenden vielschichtigen Integrationsprozess
2. Enorme Variantenkomplexität funktionaler und technischer Architekturen
3. Hoher Grad der Wiederverwendbarkeit und technische Verschuldung

 

Neues MBSE-Metamodell ZiMA

Aus der Perspektive der Zielpuls-Berater müssen diese drei Herausforderungen bei der Ableitung der einzelnen MBSE-Ansätze eine große Rolle spielen. Gemeinsam mit Elisabeth Eichstetter von der Hochschule München hat Zielpuls begonnen, ein solches automobilspezifisches MBSE-Metamodell zu erstellen, das die Erfahrungen aus allen verwandten Zielpuls-Projekten zusammenführt. Die Veröffentlichung des Zielpuls Metamodel for  Automotive (ZiMA) ist für Ende des Jahres 2020 geplant. Aber das Zielpuls-Team gibt bereits einen kleinen Vorgeschmack auf die erwarteten Ergebnisse:
Konsequenter Abstraktionsschicht-Ansatz zur Bewältigung der enormen Produktkomplexität. ZiMA verwendet fünf dieser Abstraktionsebenen, von "Portfolio" bis "Komponente", die es ermöglichen, auf der richtigen Abstraktionsebene zu kommunizieren und gleichzeitig in der Organisation zusammenzuarbeiten.

Weniger ist mehr, um die Zusammenarbeit und Wiederverwendbarkeit in großen Organisationen zu verbessern. ZiMA konzentriert sich nur auf drei Arten von SysML-Diagrammen. Je nach Art und Komplexität des Subsystems ist natürlich auch mehr möglich. Auf organisatorischer Ebene ist es jedoch unerlässlich, sich auf das Verhalten des Produkts, seine Strukturelemente und seine Schnittstellen zu konzentrieren.
Die logische Architektur als stabiler Vorläufer für die enormen technischen Produktvarianten. ZiMA schlägt zwei Arten von Strukturdiagrammen vor - logische und technische Strukturdiagramme. Dies ermöglicht die Ableitung einer stabilen und variantenunabhängigen logischen Architektur mit z.B. marken-, fahrzeugtyp- oder länderabhängigen technischen Architekturen.

Sneak Preview Zielpuls Metamodell für die AutomobilindustrieDie Zukunft soll mehr Innovation in kürzerer Zeit bringen

Der Schwerpunkt der verbleibenden drei Monate liegt darauf, den Ansatz mit den relevantesten Anwendungsfällen für die Fahrzeugentwicklung zu veranschaulichen. Erste Ergebnisse sind vielversprechend und zeigen, dass das Rahmenwerk die große Bandbreite von kleineren Änderungswünschen für eine bestehende E/E-Architektur bis hin zur Ableitung völlig neuer und markenübergreifender Architekturen abdecken kann. Mit der abgeleiteten stabilen funktionalen Architektur und der flexiblen Systemarchitektur kann dieser Ansatz durch das Dilemma der aktuellen Fahrzeugentwicklung führen: immer mehr Innovationen in kürzerer Zeit zu bewerkstelligen.

Stay tuned!

 

Autor: Julia Lewey News,