Frauen in der IT – Interview mit Expertin Dorra

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Dorra Bisztricz ist Cloud and Digitalization Expert bei Zielpuls und arbeitet somit in einem Bereich, der immer noch wenig von Frauen besetzt ist. Dorra ist absolute IT-Fachfrau auf ihrem Gebiet und kann so vielen Kunden und KollegInnen bei Problemen weiterhelfen. Im Interview erzählt sie, ob sie schon immer Softwareentwicklerin werden wollte und mit welchen Aufgaben sie im Job konfrontiert wird.

Wolltest du schon immer Softwareentwicklerin werden? Wenn ja, warum? Wenn nein, wie ist es dazu gekommen?

Seit ich an der Hochschule studiert habe und meine ersten Kurse in Softwareentwicklung hatte, hatte mich das Thema in seinen Bann gezogen. Ich erinnere mich noch gut an die ersten Algorithmen, die ich in PASCAL geschrieben habe.

Damals habe ich eine App entwickelt, die Zeichen zum Blinken bringen konnte. Das war fantastisch - mit diesem Erlebnis fühlte ich zum ersten Mal die Macht des Codeschreibens! Natürlich ist das schon lange her, aber es reichte aus, um meine Leidenschaft zu wecken!

 

Was fasziniert dich an deiner Tätigkeit als Programmiererin am meisten?

Als Programmiererin hört man nicht beim Schreiben von Code auf. Du suchst immer nach dem besten Weg, dein Ziel zu erreichen. So kannst du Code schreiben, optimieren sowie verschiedene Werkzeuge und Ansätze ausprobieren. Was mich fasziniert, ist, wie viele Optionen man hat, um die gleichen Probleme zu lösen und wie viele Probleme man mit nur einem Skillset lösen kann.

 

Was gefällt dir bei deinem Arbeitgeber Zielpuls und deiner aktuellen Tätigkeit?

An meinen Aufgaben als Computer Science Engineer bei Zielpuls gefällt mir die Auseinandersetzung mit anderen, neuen Technologien und Geschäftsanforderungen.

Ich lerne jeden Tag etwas Neues, nicht nur von den Projekten selbst, sondern auch von meinen KollegInnen und anderen Teams.

 

Welchen Rat gibst du Frauen, die sich mit IT bzw. mathematisch-technischen Berufen beschäftigen wollen?

Ganz klar: In sich selbst investieren. Lernen ist ein großer Teil dieses Jobs, man muss jeden Tag dazu bereit sein, sich in neue Thematiken einzuarbeiten. Täglich kommen neue Technologien auf den Markt, welche für jeden in diesem Bereich neue Herausforderungen mit sich bringen: Man muss mit dem Tempo Schritt halten können.

 

Warum glaubst du, dass es immer noch einen Mangel an Frauen in der IT-Branche gibt?

Ich denke die Antwort hierauf liegt in Kultur und Gesellschaft. Wir Frauen sind aufgrund der Ausbildung, die wir erhalten, im Allgemeinen weniger geneigt, Ingenieurwesen zu betreiben.

Mehrere Verbände und Organisationen arbeiten sehr hart daran, dies zu ändern, aber es ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Ich hoffe, ich werde lange genug leben, um diese Veränderung zum Besseren zu sehen.

 

Welche Beweggründe gibt es für eine Informatikerin in einer Unternehmensberatung zu arbeiten? 

Als IT-Experte hilfst du dem Kunden durch technischen Input, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Im Allgemeinen beginnst du dabei mit einer Black Box, versuchst zu verstehen, was der Kunde braucht, und lieferst dann Optionen, die zu Lösungen führen.

Es geht von Konzepten, über Forschung, über Proof-of-Concepts bis hin zur Implementierung von Lösungen innerhalb eines Teams. Dieser Beratungsaspekt gekoppelt mit meiner technischen Expertise ist für mich eine großartige Kombination. Darum habe ich mich für ein Beratungsunternehmen entschieden.

 

Welche Zukunftstrends im Bereich IT siehst du?

Das ist eine wirklich schwierige Frage. Ich denke, es gibt mehrere Bereiche, die an Fahrt aufnehmen und neue Trends auslösen werden. Natürlich wachsen AI, Virtual Reality und so viele andere Technologien weiter, aber worauf ich persönlich wirklich gespannt bin: Wie sieht die Zukunft des Quantum Computings aus und wie wirkt sich dieses insbesondere in der Gesundheitsbranche aus.

 

Danke Dorra für das Interview und dass du mehr Frauen Mut machen willst, eine Karriere in der IT zu wählen!

 

 

Autor: Julia Lewey News,